Im Gespräch: Petra Krösche von „Eine Schule für Guinea e.V."

Krösche und Sy vereinbaren die Zusammenarbeit
Krösche und Sy vereinbaren die Zusammenarbeit

„Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt“, so lautet das zweite Millenniumsziel der Vereinten Nationen. Dieses Zitat gilt als Prämisse für den gemeinnützigen Verein „Eine Schule für Guinea e.V.“, den Petra Krösche, Lehrerin am Gymnasium Bad Iburg, im Sommer 2015 gegründet hat. 

Der Vereinsgründung war ein längerer Aufenthalt Krösches in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen in Marokko vorausgegangen. Dort lernte sie den Guineer Lamine Sy kennen. Gemeinsam vereinbarten sie eine Zusammenarbeit, um das Millenniumsziel in Sys Heimatland zu verwirklichen. 

Der Faktor Bildung spielt für die Entwicklung des westafrikanischen Landes eine bedeutende Rolle. Guinea gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt und wurde von der Ebola-Epidemie 2014 schwer getroffen. Der Anteil der Analphabeten in der Bevölkerung beträgt laut der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) etwa 65%. „In Guinea sieht man überall, dass Menschen, die nicht lesen und schreiben können, leichter ausgebeutet werden und in dumpfen Traditionen wie zum Beispiel der Beschneidung von Mädchen verharren. Mit Bildung und Zugang zu Informationen  können sie sich aus der Armut befreien und ihr Leben selbstbestimmter gestalten“, so Krösche.


| Interview zum Nachhören

Vereinsgründerin Petra Krösche war zu Besuch in "Guten Abend Deutschland" am 7. Dezember von 19 bis 20 Uhr und hat von der Vereinsarbeit erzählt.

Das Interview könnt ihr hier noch einmal hören: