Prozess gegen Christian Wulff hat begonnen

Schloss Bellevue - der Sitz des Bundespräsidenten        Quelle: Wikipedia
Schloss Bellevue - der Sitz des Bundespräsidenten Quelle: Wikipedia

In dieser Woche hat vor dem Landgericht Hannover der Prozess gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff begonnen. Es ist das erste mal, dass ein Bundespräsident vor Gericht muss. 

Worum geht es in dem Prozess?

Wulff im Jahr 2010 - Foto: Europäisches Parlament
Wulff im Jahr 2010 - Foto: Europäisches Parlament

Um das genau nachvollziehen zu können, müssen wir einige Jahre zurückblicken. Undzwar in das Jahr 2008. Damals war Christian Wulff noch Ministerpräsident von Niedersachsen. 

Auf dem Oktoberfest 2008 soll Wulff von dem Filmproduzenten David Gronewold Hotel-und Bewirtungskosten im Wert von 719,40 Euro bezahlt bekommen haben. 

Wenn ein Ministerpräsident von Freunden zu einer Übernachtung und zum Essen eingeladen wird, dann ist das eigentlich kein Problem. Außer wenn das ganze auch eine geschäftliche Seite hat. Und die gab es im Fall Wulff offensichtlich.

Lud Wulff zum Oktoberfest ein - Filmproduzent David Gronewold
Lud Wulff zum Oktoberfest ein - Filmproduzent David Gronewold

Nur einen Tag nach dem Oktoberfest-Besuch soll Gronewold Wulff schriftlich gebeten haben, bei dem damaligen Siemens-Vorstandschef Peter Löscher für eines seiner Filmprojekte zu werben - und das soll Wulff dann auch getan haben. 

Deshalb ist er nun wegen des Vowurfs der Vorteilsnahme angeklagt.

Für das Verfahren sind 22 Verhandlungstage anberaumt worden. Spätestens am 2. April soll ein Urteil feststehen.

Umfrage

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Lola (Samstag, 16 November 2013 17:34)

    Mein Gott, wegen 700 Euro machen die so ein Geschiss. Die Gerichtskosten sind doch höher wie der Betrag, um den es da geht. Und nur weil die Staatsanwaltschaft mal ´nen Präsi anklagen will, heißt das doch nicht, dass man das auf Biegen und Brechen machen muss.

  • #2

    Jonas (Freitag, 22 November 2013 19:15)

    Find ich auch, ich meine, vielleicht hat er Scheiße gebaut, ja, aber wegen 700 Euro klagen die einen an. Wegen Vorteilsnahme, obwohl das noch nicht mal bewiesen ist!

  • #3

    Jennifer & Florian (Freitag, 22 November 2013 19:18)

    @Lola: Ja, genau wegen 700 Euro. Vorteilsnahme wegen Amtsausübung ist verboten, die Summe ist dabei doch egal. Es ist wichtig mal zu zeigen, dass sich auch die ganzen Schit-Polis nicht alles leisten dürfen. Die kriegen schon genug Zaster. Und wenn ich in München das Oktoberfest besuchen würde, bräuchte ich keine 700 Euro (bzw. wir bräuchten sowas nicht).
    @Jonas: Es herrscht aber ein begründetet Verdacht, das reicht, um so einen Vollidioten mal eins reinzuwürgen! LG